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Sven Kreitner (35) verstärkt ab sofort das deutsche Vertriebsteam der nepalesischen Outdoor- und Bergsport-Marke Sherpa Adventure Gear sowie des US-Travelwear-Spezialisten Royal Robbins. Der 35-jährige Familienvater kümmert sich um die Partner aus dem Sport- und Outdoor-Fachhandel in den Regionen Mitte, West und Nord. Darüber hinaus unterstützt er seinen Kollegen Joakim Persson, der im Süden und Südwesten auf Tour ist, sowie Europa-Salesmanager Wolfgang Jahn bei der Betreuung der Key-Accounts.

Jahn und Persson, die die zwei aufstrebenden Labels aufgebaut und nach vorne gebracht haben, freuen sich auf die Verstärkung. „Mit der Verpflichtung von Sven tragen wir dem anhaltenden überdurchschnittlichen Wachstum, das wir mit beiden Marken in Deutschland erzielen, nun auch personell Rechnung. Wir sind davon überzeugt, dass er perfekt in unser kleines, eingespieltes Team passt und dazu beiträgt, dass die Akzeptanz von Sherpa und Royal Robbins bei Handel und Verbraucher weiter nachhaltig steigt“, freut sich Jahn auf den neuen Kollegen, der bereits auf der Ispo im Einsatz ist.

Kreitner bringt den nötigen Background für seine Aufgabe mit, die er nach eigenen Worten „mit Begeisterung für die beiden Marken und die Menschen dahinter“ in Angriff nimmt. Zum einen ist er als Diplom-Kaufmann mit seinem Abschluss an der Uni Mainz bestens für den wirtschaftlichen Aspekt seiner Aufgabe ausgebildet. Zum anderen sammelte er erste Berufs- und Praxiserfahrung in der Sportbranche. Er fungierte zwei Jahre als Teamleiter bei Decathlon, ehe er die letzten beiden Jahre als Einkäufer in der Automobil-Industrie engagiert und mit der Durchsetzung und Optimierung von Lieferstrategien beschäftigt war.

Bei der Zusammenarbeit mit den Marken aus Nepal und den USA kommen ihm seine Erfahrungen im Zusammenhang mit seiner Diplomarbeit, bei der es um internationales Coaching ging, sowie seine studienbegleitende Tätigkeit am Frankfurter Flughafen bei der Passagierbetreuung eines Reiseanbieters sehr gelegen. Auch seine Vorlieben für das Reisen in Verbindung mit dem Kennenlernen fremder Menschen und Kulturen sowie seine sportlichen Aktivitäten in Form von Running und Fußball dürften ihm bei seiner Zusammenarbeit mit dem Handel nützlich sein.

Ang Gyalzen Sherpa ist 90 Jahre alt. Als Yakhirte und Träger aus einem kleinen Himalaya-Bergdorf war er 1953 dabei, als Sir Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay Geschichte schrieben: die Everest-Besteigung. 50 Jahre wird er zum Vorbild für ein ganz besonderes nepalesisches Outdoor-Unternehmen.

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Jahn bringt Sherpa nach Mitteleuropa

wolfgang-jahn_wwwSindelfingen. Wolfgang Jahn (Foto), langjähriger Verkaufsleiter von Merino-Spezialist lcebreaker in Deutschland, führt eine neue Marke für Outdoor-Bekleidung ein: Sherpa Adventure Gear bietet High-TechBekleidung mit hochwertigen Materialien wie Event, Prima1oft und Polartee an, aber auch Strickwaren, die in Nepal gefertigt werden. An Authentizität dürfte es dem Label ohnehin nicht fehlen, da die Marke insgesamt aus dem Land im Himalaya stammt. Gegründet wurde das Unternehmen vor zehn Jahren von Sherpa Tashi Sherpa, der kein Geringerer ist als der Neffe eines weiteren Sherpas, der an Edmund Hillarys erfolgreicher Erstbesteigung des Mount Everest im Jahr 1953 teilnahm.

Die Marke ist ihrem Herkunftsland sehr verbunden, spendet sie doch einen Teil des Umsatzes an die Paldorje Education St iftung. Diese hat es sich zurAufgabe gemacht, die schulische Bildung von Sherpa-Kindern zu unterstützen und entsprechende Stipendien zu finanzieren. Jahn übernimmt die Verantwortung für die Märkte Deutschland, Österreich, die Benelux-Länder und Italien. ln der Schweiz kann das Label derzeit wegen namensrechtlicher Probleme nicht vermarktet werden.

Die Ware wird aus Großbritannien bezogen, wo Sherpas Europa-Vertreiber Bradshaw Taylor .seinen
Sitz hat. Hier spannt sich der Bogen von Jahn über lcebreaker zu Sherpa, denn Bradshaw Taylor war lcebreakers Europa-Vertrieb bis zur Gründung der eigenen Niederlassung des neuseeländischen MerinoBekleiders in Starnberg unter Maximilian Hofbauer, für den Jahn den Deutschland-Vertrieb managte. Bradshaw Taylor ist nach wie vor die Adresse von lcebreaker in Großbritannien und einigen anderen europäischen Märkten.

Quelle: Outdoor xyz 08/2013- mh

Himalaya-Marke mit sozialer Story

Mathias Krenski, SAZMAGAZIN

Auf der deutschen „brand clock“ von Sherpa Adventure Gear ist ein Jahr vergangen. Europa-Verkaufsleiter Wolfgang Jahn (der langjährige Icebreaker-Frontmann) hat sich mit „made in Nepal“ wieder einen USP im Markt geangelt. Die Produktion sei ausgelastet, beim Händler komme er gut an, meint er. Die Story ist gut: Wer Sherpa-Jacken kauft, gibt den Menschen im Nepal-Himalaya etwas zurück.

Outdoor-Filialist Christoph Ganß, Geschäftsführer der Unterwegs Gruppe (Wilhelmshaven), gehörte zu den ersten Händlern, die Sherpa Adventure Gear ins Sortiment nahmen. „Es ist einmalig, dass eine von Sherpas geführte Marke aus Nepal Outdoor-Bekleidung anbietet, die dort produziert und von den weltberühmten Sherpas im Himalaya getestet wird“, antwortet Ganß.

Auf einem Streifzug durch New York erkannte der nepalesische Auswanderersohn Tashi Sherpa seinen Onkel auf einem Plakat wieder – es hing dort anlässlich des 50. Jahrestages der Mount-Everest-Erstbesteigung. Bis dato wusste Tashi Sherpa noch gar nicht, dass sein Onkel Ang Gyalzen Sherpa die historische Expedition von Edmund Hillary 1953 unterstützte. Während der Engländer zum „Sir“ geschlagen wurde, lebte Tashis Onkel danach anonym in Abgeschiedenheit. Nicht wenige Sherpas hatten ihr Leben in den Bergen verloren, unzählige kehrten behindert vom Berg zurück. Im Mai 2003 beschloss Tashi Sherpa, diesen „unbesungenen Helden“ aus seinem Volk etwas zurückzugeben. Er gründete Sherpa Adventure Gear. 

„Es ist eine Marke, die einer Sherpa-Familie gehört, von Sherpas betrieben wird und deren Wertschöpfung den Sherpas zugutekommt“, beschreibt Wolfgang Jahn den Markenkern
und Slogan „We are Sherpa“. Ein Teil des Umsatzes (ca. 0,5 USD pro Teil) fließt in die Paldorje Education Stiftung, die Bildungsprogramme für Kinder fördert und Stipendien vergibt. Wer Sherpa kauft (und verkauft), tut also auch was Gutes in Nepal. 

„Wir sind die größte Firma in Nepal, die etwas für das Volk tut“, meint Jahn. Über 800 einheimische Schneiderinnen beschäftigt das Familienunternehmen, auch die drei Kinder von Präsident Tashi Sherpa treten in seine Fußstapfen. Rund 95 % der Outdoor-Bekleidung von Sherpa Adventure Gear werden in Nepals Hauptstadt Kathmandu produziert. Neben hochtechnischen Teilen mit Funktionsmaterialien wie Event, Polartec oder Primaloft stellt Sherpa auch viele Strickteile (Mützen, Schals etc.) her, die von den Frauen aus der Region handgestrickt werden. Darüber hinaus werden Daunenprodukte (kommen nicht aus Nepal), aber auch Midlayer, Funktionshemden, -shirts und -hosen gefertigt. 

Als Jahn die Fabriken in Kathmandu das erste Mal besuchte, ahnte er nichts Gutes. Doch als er die Hightech-Maschinen sah, wusste er, dass man sich nicht verstecken braucht. Jahn hat sich schließlich sogar an Sherpa beteiligt, so könne er bei Kollektionen mitsprechen. Mit kleinen Details – wie der Gebetsfahne am Reißverschluss oder dem „unendlichen Knoten“ am Rücken – wird die Herkunft der Ware auch für den Kunden sichtbar.

„Der Outdoor-Handel sucht nach neuen, authentischen Marken mit einer außergewöhnlichen und überzeugenden Geschichte“, ist Jahn überzeugt. Bis zum Sommer 2013 hatten rund zwei Dutzend ausgesuchte Fachhändler in Deutschland bei Sherpa zugegriffen. Im nächsten Winter sollen etwa 100 „engagierte und überzeugte Bergsport- und Outdoor-Fachhändler sowie Outdoor-affine Sporthäuser“ Sherpa führen.

wolfgang-jahn_wwwWolfgang Jahn verantwortet für Sherpa Adventure Gear die Märkte Deutschland, Österreich, Benelux und Italien sowie die Travelwear-Marke Royal Robbins von der Europazentrale des britischen Distributeurs Bradshaw Taylor aus, der u.a. Icebreaker, Schöffel, Keen, Black Diamond führt. Als Mountain Hardwear vor zwei Jahren seinen Vertrieb selbst übernahm, nahm Bradshaw-Taylor-CEO Corrie Taylor die Outdoor-Marke Sherpa Adventure Gear von Tashi Sherpa unter Vertrag. In der Schweiz wird die Marke allerdings nicht vertrieben, weil dort der Name Sherpa vom Outdoor-Filialisten Sherpa Outdoor gehalten wird. Wolfgang Jahn sitzt im HDK2 in Sindelfingen. Mit Zugriff auf das Europalager von Bradshaw Taylor in England garantiert er eine „hohe Warenverfügbarkeit und kurze Auslieferungszeiten“.
Die Produktion sei so ausgelastet, dass er auf Anhieb 1.000 zusätzliche Teile gar nicht stemmen
könne, pünktlich sein lautet nämlich seine Devise.